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Informationstag zum Thema Bauteilabkündigung

Frühzeitige Erkennung von End-of-Life-Bauteilen gewährleistet Versorgungssicherheit, reduziert Kosten und vermeidet Qualitätsprobleme Abgekündigte Bauteile in einem Neudesign oder nicht erkannte Abkündigungen während des...

Frühzeitige Erkennung von End-of-Life-Bauteilen gewährleistet Versorgungssicherheit, reduziert Kosten und vermeidet Qualitätsprobleme
14. Juni 2012 – Abgekündigte Bauteile in einem Neudesign oder nicht erkannte Abkündigungen während des Produktlebenszyklus gefährden Projekte und können extreme Kosten, beispielsweise durch ungeplante Re-Designs, verursachen. Auswege aus diesem Dilemma hat productware, ein auf Low/Middle Volume/High-Mix spezialisierter Electronic Manufacturing Services (EMS) Dienstleister mit Sitz im Rhein-Main-Gebiet, Mitte Mai auf einem Informationstag zum Thema „Management von Bauteilabkündigungen“ vorgestellt. Interessierte Fachbesucher und Kunden konnten sich im Rahmen von Vorträgen, einer Betriebsführung und offenen Diskussionsrunden über das brandheiße Thema informieren.

Als Gastredner referierte Mark Baumgärtner, Key Account Manager, Memphis Electronic AG, über die Auswahl von Speichertechnologien unter Obsolescence-Gesichtspunkten. Er schilderte wo die Herausforderungen bei den einzelnen Speichertechnologien liegen und welche Maßnahmen zur Verringerung des Obsolescence-Risikos zu ergreifen sind. So empfahl er zum Beispiel den Einsatz von Standards sowohl bei Komponenten, Gehäusen und Spannungsbereichen als auch bei der Verwendung von Speichergrößen. Bei der Auswahl der Hersteller sei unter anderem auf die strategische Ausrichtung der Hersteller, häufige Versionswechsel wegen Technologieführerschaft und auf die Kundenstruktur zu achten: Besteht zum Beispiel die Gefahr einer schnellen Allokation wegen Lieferverpflichtung an Tier-1-Kunden?

Management von Bauteilabkündigungen
Matthias Hunkel, Betriebsleiter und Prokurist von productware, präsentierte in seinem Vortrag den Bauteilabkündigungs-Prozess des EMS-Dienstleisters. Der in iterativen Schritten entwickelte Prozess von productware stellt die Produktverfügbarkeit sicher, minimiert Qualitätsprobleme, reduziert Zusatzkosten im Bereich der Bauteilbeschaffung aus dem Brokermarkt und vermeidet Kosten durch ungeplante Re-Designs. Rechtzeitige Bedarfsanalysen und langfristige Bedarfsplanungen in engster Zusammenarbeit mit dem Kunden und Lieferanten gewährleisten zudem eine zuverlässige Versorgung.

Prävention durch Bauteil-Lebenszyklus-Analyse
Ein wichtiger Baustein des (Management)-Prozesses ist die Lebenszyklusanalyse von Bauelementen. Dabei wird die „Lebensdauer“ eines Bauteils in mehrere Phasen unterteilt. Hierzu werden verschiedene Aspekte berücksichtigt, in einem Rechenmodell verarbeitet und der Lebenszyklusstatus ermittelt. Diese sind unter anderem: aktuelles Absatzvolumen, Bauteileart und -alter, Abkündigungspolitik des Herstellers, Last-time-Buy- (LTB) Meldung und End-of-Life- (EoL) Status des Bauteils.

Bereits bei der Angebotserstellung wird die Kundenstückliste des Produktes einer Bauteil-Lebenszyklus- Analyse unterzogen. Das heißt, schon in diesem frühen Stadium erhält der Kunde eine Einschätzung der voraussichtlichen Verfügbarkeit der eingesetzten Komponenten. Dies geschieht in Form eines Reports, der die Lebenszyklus-Faktoren sowohl der von productware beschafften als auch der vom Kunden beigestellten Teile beinhaltet. So können schon in der Angebotsphase LTB- und EoL-Bauteile identifiziert und mögliche Re-Designs vermieden werden. Sind Bauteile bereits abgekündigt, werden durch die Arbeitsvorbereitung mögliche Alternativen ermittelt und im Angebot aufgezeigt.

Permanente Überwachung von Kundestücklisten
Bei Beauftragung wird die Stückliste kontinuierlich auf PCN (Product Change Notifications) überwacht. Bei LTB- oder EoL-Mitteilungen seitens der Bauteilhersteller erhält der Kunde alle entscheidungsrelevanten Informationen. So wird er zum Beispiel über die davon betroffenen Baugruppen, etc. informiert. Desweiteren bietet productware seinen Kunden verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten hinsichtlich alternativer Bauteile, Bevorratung, Lagerresteindeckung, etc. an.

Zur Unterstützung seines Prozesses setzt productware eine kommerzielle Online-Datenbank ein. Diese enthält Informationen über 150 Millionen unterschiedliche Bauelemente inklusive technischer Dokumentationen von mehr als 3.000 Herstellern. Sie verfügt über ein Stücklisten-Managementsystem und gestattet die Suche nach geeigneten Alternativkomponenten hinsichtlich Kompatibilität und Verfügbarkeit. Auch die Feststellung der Inhaltsstoffe von Komponenten, der aktuelle RoHS-Status (Restriction of Hazardous Substances) sind gegeben.

„productware hat hier für uns ein Alleinstellungsmerkmal, das wir in dieser Form von unseren anderen EMS´lern nicht kennen. Die Informationen sind sehr gut strukturiert und für uns von großem Nutzen“, sagt Martin Schöffel, Entwicklung HW/QM-Beauftragter in der Machine-Vision-Systems-Branche.

​„Eine genaue Vorhersage über den Abkündigungszeitpunkt eines Bauteils ist nicht möglich. Die frühzeitige Erkennung von LTB- oder EoL-Bauteilen ist jedoch wichtig, um gravierende Probleme und Beeinträchtigungen zu vermeiden und Projektziele zu erreichen“, erläutert Matthias Hunkel. „Der von uns etablierte Prozess bietet hierbei eine gute Unterstützung. Sollten Bauteile abgekündigt werden, hilft productware seinen Kunden eine optimale Lösung zu finden.“

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